Unser Leitbild

Unser Leitsatz : Heile, was verwundet ist. (Quelle: Pfingstsequenz)

Präambel (1)

Das Heilig-Geist-Hospital blickt auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurück, die von Eigenständigkeit und christlicher Orientierung geprägt ist. Nach einer legendenhaften Darstellung der hl. Hildegard könnte das Krankenhaus sogar bereits im 8. Jahrhundert vom hl. Rupertus gegründet worden sein.1167 wurde das „Binger Hospital“ erstmals erwähnt und bereits seit 1296 ist der Name „Heilig-Geist-Hospital“ beurkundet. Die Urkunde beweist, dass die Stiftung Heilig-Geist-Hospital schon damals eine selbständige Stiftung war. Dies macht sie heute zur wahrscheinlich ältesten Stiftung in Rheinland-Pfalz.

Seit Dezember 1854 sind die Schwestern vom Hl. Karl Borromäus fester Bestandteil des Lebens und der Arbeit im Heilig-Geist-Hospital, so dass wir im Jahr 2004 auf 150 Jahre Gestellungsvertrag mit den Schwestern vom Hl. Karl Borromäus dankbar zurück blicken und dieses Jubiläum feierlich begehen können.
Heute ist das Heilig-Geist-Hospital Bingen eine Stiftung des bürgerlichen Rechts. Nach der gültigen Satzung hat die Stiftung den Zweck kranken, gebrechlichen und altersschwachen Personen ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat oder Herkunft, Glauben, religiöses Bekenntnis oder politische Anschauung Hilfe angedeihen zu lassen. Seit Jahrzehnten ist das Heilig-Geist-Hospital Mitglied des Caritas-Verbandes.
(Quelle: §2 der Satzung des Heilig-Geist-Hospital Bingen)

In dem Wissen um unsere lange Tradition streben wir den eigenständigen Fortbestand des Heilig-Geist-Hospitals an. Das verpflichtet uns, das Gebot der Wirtschaftlichkeit in allen Leistungsbereichen des Krankenhauses anzuwenden und in einem dynamischen Entwicklungsprozess unsere Angebote zeitgemäß zu entwickeln.

Unser Ziel ist, dass das Leitbild von allen Mitarbeitern unseres Hauses gelebt wird. Dies soll auch diejenigen miteinschließen, die durch andere Vertragsformen an der Behandlung und Versorgung unserer Patienten beteiligt sind. Darunter verstehen wir die Belegärzte, Mitarbeiter von Belegärzten, Beleghebammen, die Mitarbeiter der Mathilde-Mickler-Stiftung, Ehrenamtliche oder auch die Mitarbeiter unserer Dienstleister. Wir wünschen uns, dass auch diese unser Leitbild akzeptieren und es als Grundlage ihres Handelns verstehen.

1 Zur besseren Lesbarkeit des Leitbildes wurde auf die ausdrückliche Nennung der weiblichen Form bei den Personen verzichtet. Patienten meint also auch Patientinnen, Ärzte Ärztinnen, Mitarbeiter Mitarbeiterinnen, jeweils mit.


"Menschen, für die wir da sind"

Wir verstehen uns als Zentrum für medizinische Leistungen und stehen den Patienten, ihren Angehörigen, zuweisenden Ärzten und allen, die unsere Dienste in Anspruch nehmen, als kompetenter Partner zur Verfügung.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch.

In der Versorgung der Patienten spielt die ganzheitliche Betrachtungsweise unter Beteiligung aller Berufsgruppen eine zentrale Rolle. 

Wir achten die Würde und die religiöse Grundeinstellung unserer Patienten. 
Wir nehmen Rücksicht auf die persönlichen Bedürfnisse der Menschen. 
Die Betreuung und Begleitung Sterbender ist uns wichtig. 

Wir untersuchen und behandeln unsere Patienten nach aktuellem Stand der Medizin und der Technik und pflegen sie nach aktuellen pflegerischen Erkenntnissen. 
Unsere Qualität sichern wir dabei durch das Arbeiten nach Leitlinien und Standards, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Wir klären unsere Patienten umfassend und verständlich über die notwendigen Behandlungsmaßnahmen auf und beziehen auf Wunsch auch deren Angehörige mit ein.

Anregungen, Wünsche und Beschwerden sind für uns Ansporn, unsere Leistungen zu verbessern. 


"Da sein als Mensch für Mensch"

Wertvoll an unserem Krankenhaus sind die Menschen, die dafür arbeiten und der Geist, in dem sie es tun. 

Jeder Mitarbeiter des Krankenhauses ist wichtig, unabhängig von der Art der Tätigkeit.

Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung bestimmen unser tägliches Handeln. Jeder Einzelne trägt durch sein Tun zum Ansehen und zum Erfolg unseres Krankenhauses bei. 

An der Behandlung der Patienten sind verschiedene Berufsgruppen beteiligt. Dies erfordert den bereichsübergreifenden Dialog. 

Der Umgang miteinander ist geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. 

Die Krankenhausleitung betrachtet die Mitarbeitervertretung als kompetenten Ansprechpartner in Fragen, die die Belange der Mitarbeiter betreffen. 

Wir fördern die Qualifikation unserer Mitarbeiter durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Jeder Mitarbeiter trägt persönlich die Verantwortung für seine berufliche Weiterbildung. 

Durch gegenseitige Information und Kommunikation nach innen und außen sichern wir die Qualität unserer Leistungen. 

Führungspersonen haben Vorbildfunktion. Neben der fachlichen Qualifikation ist soziale Kompetenz unerlässlich.


"Kirche, Gesellschaft und Umwelt – Lebensräume, die uns wichtig sind"

Die seelsorgerische Betreuung und Beratung unserer Patienten ist fester Bestandteil unseres Handelns. Darüber hinaus pflegen wir einen regelmäßigen Austausch mit den benachbarten Kirchengemeinden. 

Wir freuen uns über das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Menschen, die uns in der Betreuung der Patienten unterstützen, sind uns herzlich willkommen.

Wir streben eine Zusammenarbeit mit anderen sozialen Diensten und Einrichtungen an.

Wir fühlen uns verantwortlich, die Umwelt zu schonen, und gehen sparsam mit natürlichen Ressourcen um.

Die Sicherheit für die Menschen im Krankenhaus hat für uns einen hohen Stellenwert.


Pfingstsequenz

Komm, o Geist der Heiligkeit, aus des Himmels Herrlichkeit
sende deines Lichtes Strahl !

Vater aller Armen du, aller Herzen Licht und Ruh, 
komm mit deiner Gaben Zahl !

Tröster der Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, 
komm, du süßer Seelenfreund !

In Ermüdung schenke Ruh, in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint !

O du Licht der Seligkeit, mach dir unser Herz bereit,
dring in unsre Seele ein !

Ohne dein lebendig Wehn nichts im Menschen kann bestehn,
nichts ohn Fehl und Makel sein.

Wasche, was beflecket ist, heile, was verwundet ist, 
tränke was da dürre steht !

Beuge, was verhärtet ist, wärme, was erkaltet ist, 
lenke, was da irre geht !

Heiliger Geist, wir bitten dich, gib uns allen gnädiglich
deiner Gaben Siebenzahl ! 

Spende uns der Tugend Lohn, laß uns stehn an deinem Thron,
uns erfreun im Himmelssaal !

(Quelle: Gesang- und Gebetbuch für das Bistum Trier; 1955)